GESCHICHTE

  • 2024Die Vorgeschichte

    Alles begann im Frühjahr 2024 mit einer Kundgebung für Vielfalt und Demokratie. Ein lockerer Zusammenschluss verschiedener Menschen aus Weinsberg, die zeigen wollen, dass ihnen eine vielfältige und offene Gesellschaft wichtig ist. Daraus entstand die Idee, eine Plattform zu schaffen, die Menschen zusammenbringt und bürgerschaftliches Engagement in all seinen Facetten fördert.

  • Bereits 2024 zeigte sich das große Interesse an demokratischen Themen. Besonders prägend war die Veranstaltung zum 75. Geburtstag des Grundgesetzes mit Lutz Hübner und Sarah Nemitz, die rund 150 Besucherinnen und Besucher anzog. Die große Resonanz machte deutlich, wie stark der Wunsch nach Austausch, politischer Bildung und gemeinschaftlichem Engagement in Weinsberg ist und war ein wichtiger Impuls für die spätere Vereinsgründung.

  • 2025Das Gründungsjahr

    Die Initiative war der Ausgangspunkt für die formelle Gründung eines Vereins. Am 27. Februar 2025 wurde auf einer öffentlichen Gründungsversammlung der Verein „Wir in Weinsberg – Verein für Demokratie, Vielfalt und bürgerschaftliches Engagement“ ins Leben gerufen. Neun Gründungsmitglieder zeichneten die Satzung, wählten den ersten Vorstand und verabschiedeten eine Beitragsordnung. Damit verband sich die klare Zielsetzung, politische Teilhabe zu stärken, demokratische Werte zu fördern und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu unterstützen.

  • Seit der Gründung hat sich der Verein kontinuierlich weiterentwickelt, sowohl organisatorisch als auch inhaltlich. Bereits Anfang 2025 wuchs die Mitgliederzahl merklich, und im Rahmen der ersten ordentlichen Mitgliederversammlung am 5. Mai 2025 wurde von inzwischen 16 Mitgliedern die Geschäftsordnung und der Haushaltsplan für das laufende Jahr beschlossen. Erste Projektgruppen bildeten sich zu verschiedenen Themenschwerpunkten.

  • Nach der Gründung stand der Aufbau einer verlässlichen finanziellen Basis im Mittelpunkt. Durch den Weinausschank am Burgberg und in der Sommerzone schuf der Verein eigene Einnahmequellen, um Veranstaltungen möglichst kostenfrei anbieten zu können. Beide Einsätze wurden ehrenamtlich getragen und leisteten einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung der Vereinsarbeit.

  • Ein inhaltlicher Schwerpunkt war die Wanderausstellung zur Geschichte des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold im Rathaus Weinsberg. Sie machte den historischen Einsatz für Demokratie sichtbar und verband Erinnerungskultur mit aktuellen Fragen demokratischer Verantwortung.

  • Mit dem Theaterstück „Felix Fechenbach – Journalist, Demokrat, Pazifist“ setzte der Verein 2025 einen weiteren inhaltlichen Schwerpunkt. Die Inszenierung erinnerte eindrucksvoll an das Leben und Wirken des von Nationalsozialisten ermordeten Publizisten und Demokraten und wurde in der Hildthalle Weinsberg aufgeführt. Rund 90 Besucherinnen und Besucher erlebten die Aufführung, die Schauspiel, Puppen- und Maskenspiel verband und gesellschaftliche wie historische Themen künstlerisch erfahrbar machte.

  • Mit der Aktion „Gemeinsam statt Einsam“ organisierte der Verein an Heiligabend 2025 bereits zum zweiten Mal ein gemeinsames Essen und Beisammensein. Rund 30 Helfende und Gäste kamen zusammen, um den Abend in Gemeinschaft zu verbringen. Das Projekt steht beispielhaft für den sozialen Anspruch des Vereins, Einsamkeit entgegenzuwirken und Begegnung zu ermöglichen.

Rückblick auf das Gründungsjahr

Das Gründungsjahr war geprägt von einer sehr großen Offenheit und Unterstützung für die Idee von „Wir in Weinsberg“. Bereits in dieser frühen Phase zeigte sich, dass das Engagement nicht auf die Stadtgrenzen beschränkt blieb. Mitglieder, Unterstützende und ehrenamtlich Engagierte kamen nicht nur aus Weinsberg selbst, sondern auch aus den umliegenden Orten. Ebenso fanden die Veranstaltungen und Angebote deutlich über Weinsberg hinaus Anklang.

Die starke Resonanz machte deutlich, dass der Verein ein Thema aufgriff, das viele Menschen bewegt: das Bedürfnis nach Austausch, demokratischer Bildung, kulturellen Impulsen und gelebter Gemeinschaft. Die hohe Beteiligung an Veranstaltungen bestätigte diesen Ansatz und ermutigte, die Vereinsarbeit weiter auszubauen.

Getragen wurde dieses erste Vereinsjahr zudem von einer bemerkenswerten Solidarität. Viele kleine, aber auch einige größere Spenden ermöglichten es, Projekte umzusetzen und Angebote niedrigschwellig oder kostenfrei anzubieten. Diese finanzielle Unterstützung war ein wichtiger Ausdruck des Vertrauens in die Arbeit des Vereins und bildete eine stabile Grundlage für seine weitere Entwicklung.

  • 2026Veranstaltungen

    Trotz Regen und Kälte kamen zur zweiten Mahnwache in Weinsberg rund 40 bis 50 Menschen zusammen, um am Gedenktag der Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern. Nach der Begrüßung durch Carsten Richter sprachen Dr. Thomas Schnabel vom Historischen Verein Heilbronn und Bürgermeisterin Hannemann über die NS-Verbrechen und deren Bezug zur Region. Die musikalische Begleitung durch Gerhard Frisch und Olaf Möller verlieh der Veranstaltung einen würdigen Rahmen. Eine gemeinsame Schweigeminute bildete den Abschluss und setzte ein deutliches Zeichen des Erinnerns und der Verantwortung.

  • Am 7. März haben wir gemeinsam mit der Stadt Weinsberg im Michael-Beheim-Saal der Baukelter einen Film- und Begegnungsabend zum Internationalen Frauentag veranstaltet. Rund 100 Besucherinnen und Besucher folgten unserer Einladung und füllten den Saal bis auf den letzten Platz. Bürgermeisterin Birgit Hannemann eröffnete den Abend mit einem Grußwort. Anschließend gaben wir einen kurzen Überblick über die Entwicklung der Frauenrechte. Im Mittelpunkt stand die Vorführung des Films „Die göttliche Ordnung“, der den Kampf von Frauen für das Wahlrecht eindrucksvoll erzählt. Bei Sekt und Frauentagsgebäck nutzten viele Gäste anschließend die Gelegenheit zum Austausch.